Zur Geschichte des Vereins

Im Herbst 2014 entstand im Rahmen einer gemütlichen Nachtmittagsrunde bei Kaffee und Kuchen die Idee, die Lützeler Geschichte aufzuarbeiten. Einmal ging es um die alte Geschichte, eng verknüpft mit der Koblenzer Stadtgeschichte, aber auch die noch Lebenden sollten angesprochen werden, um altes Bildmaterial und Erinnerungen zu sammeln. So mancher Schatz kam zu Tage und es entstand ein regelmäßiger Arbeitskreis.

Das erste Projekt war die Installierung eines Videoprojektors in der Sparkasse, in der in wechselnder Folge Filme mit alten Bildaufnahmen von Lützel gezeigt wurden.

Von den Lützeler Bürgern wurde die Bitte lauter, doch mal eine Führung durch unseren Wohnort zu organisieren. Zum 20. April 2016 hatte der Arbeitskreis dann eingeladen und die Leute kamen. 85 Menschen kamen zusammen und zogen zwei Stunden unter Führung von Hans-Werner Seul durch Lützel. Am Güterbahnhof Lützel gedachte die Gruppe in einer Schweigeminute der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von hier nach Ausschwitz abtransportiert wurden. Von diesem Tag wurden immer wieder Führungen angeboten.

Das nächste Projekt war die Installation einer Erinnerungstafel in der Ringmauer und zwar an der Stelle, wo die ehemalige Antoniuskirche stand, deren Reste 1952 gesprengt wurden.

Mit der Zeit erfand Hans-Werner Seul den „Johann von Lützelcoblentz“. Mal war es „Johann der Steinmetz“, der die Feste Franz miterbaute, dann „Johann der Flößer“, der eines der riesigen Flöße auf der Fahrt nach Holland begleitete und „Johann der Wanderer“, der auf dem Weg aus der Eifel nach Koblenz überfallen wurde und aus Dank für sein Überleben, an der Stelle des Überfalls den Grundstock für die Maria-Hilf-Kapelle legte.

Stele an der Balduinbrücke – Schüllerplatz

Ende 2017 entstand die Idee , im Bereich des Schüllerplatzes (für jeden gut sichtbar) eine Gedenkstele zu errichten. Gedacht wurde der Juden, Sinti u. Roma, politisch und religiös Verfolgter, geistig und körperlich Behinderter sowie aller, die unter dem Terror der NAZI-Herrschaft gelitten hatten.

Am 10. April 2019 enthüllte der Koblenzer Oberbürgermeister in Anwesenheit vieler Stadträte und mindestens ca 200 Bürgerinnen und Bürger in einem Festakt die Stele.

Organisatorische Gründe führten dazu, dass sich am 7.10.2020 mehrere Menschen im Bürgerzentrum Lützel versammelten und den „Verein für Geschichte in Lützelcoblentz e.V.“ ins Leben riefen. Als Vorsitzender wurde Werner Weber gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder wurden Hans-Werner Seul, Klaus Götz und Jürgen Lutz. Seit dem spiegelt sich die Silhouette der Gedenkstele in dem Logo des Vereins wieder.

Jeden ersten Mittwoch im Monat (18.30Uhr) treffen sich seitdem Menschen, die an der Geschichte von Lützelcoblentz interessiert sind, im Bürgerzentrum Lützel.

Machen Sie mit und kommen Sie zu uns. Es gibt immer wieder was Neues zu erzählen und zu tun.